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Joachim Tennstedt

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Joachim Tennstedt (*10. Oktober 1950 in Berlin) ist ein deutscher Schauspieler, Synchron- und Hörspielsprecher. Zudem ist er als Dialogregisseur tätig. Während der 1960er und 1970er Jahre vor allem als Theaterschauspieler aktiv, verlagerte Joachim Tennstedt in den 1980er Jahren seinen Schwerpunkt in das Metier der Filmsynchronisation. Als jahrzehntelange Synchronstimme der US-amerikanischen Schauspieler John Malkovich, Mickey Rourke, James Belushi, Billy Crystal und Bruce Boxleitner gehört er im deutschsprachigen Raum zu den profiliertesten und bekanntesten Sprechern der Gegenwart.

In Glee spricht er Hiram Berry.

Wirken

Theater, Film und Fernsehen

Joachim Tennstedt nahm bereits in früher Jugend Ballettunterricht. Ohne Schauspielausbildung wurde ihm 1963 seine erste Rolle im noch jungen Medium Fernsehen zuteil, als Jürgen in "Stadtpark" neben Inge Meysel. Von 1966 bis 1971 agierte er als Theaterschauspieler an den Berliner Kammerspielen. Ab 1968 trat er in Curth Flatows Komödie "Das Geld liegt auf der Bank" im Berliner Hebbel-Theater auf, später auch am Berliner Hansa- und Renaissance-Theater, unter anderem in Georges Feydeaus "Wie man Hasen jagt" neben Heribert Sasse (1981) und als Woody Allen in dessen Theaterstück "Mach’s noch einmal, Sam" (1982), das 1972 bereits verfilmt worden war. Darüber hinaus trat Tennstedt mit Randolf Kronberg im Berliner Kabarett "Die Wühlmäuse auf". Parallel zu seiner Tätigkeit am Theater wirkte Tennstedt in Fernsehproduktionen wie "Der große Tag der Berta Laube" (1969), "Lukas & Sohn" (1989) und "Die Judenbuche" (1990) sowie in Kinofilmen wie "Warum die UFOs unseren Salat klauen" (1980), "Ein Chinese sucht seinen Mörder" (1986) und "Ein Schweizer namens Nötzli" (1988) mit.

Synchronisation

Joachim in der deutschen Synchronkartei

Während einer Theateraufführung von Regisseur Michael Miller entdeckt, debütierte Tennstedt 1972 in seiner ersten Synchronrolle im Horrorfilm "Das letzte Haus links". Mit Beginn der 1980er Jahre konzentrierte er sich zunehmend auf die Synchronarbeit und avancierte in Deutschland zu einem der gefragtesten Sprecher im zeitgenössischen Film und Fernsehen. 2011 rangierte er in der Kaul-Synchronliste auf Platz vier der am meisten besetzten Synchronschauspieler seit 1934. Sein bisheriges Rollenspektrum ist breit gefächert und erstreckt sich von Zeichentrickfiguren aller Art über komödiantische Rollen, so als Stimme von Tom Hanks in der Originalsynchronfassung von "Geschenkt ist noch zu teuer" (1986), "Schlappe Bullen beißen nicht" (1987) oder "Big" (1988), bis hin zu Rollen des Charakterfachs wie Dustin Hoffman als Autist in "Rain Man" (1988) und John Malkovich als geistig Retardierter in "Von Mäusen und Menschen" (1992). Seit 1988 ist er Malkovichs feste deutsche Synchronstimme, seit "Batman" (1989) auch von Michael Keaton und seit "Diese zwei sind nicht zu fassen" (1986) von Komiker Billy Crystal. Seit "Mein Partner mit der kalten Schnauze2 (1989) ist Joachim Tennstedt zudem häufig für James Belushi zu hören, darunter in allen acht Staffeln der Sitcom "Immer wieder Jim" (seit 2005). Von 1981 bis 2006 wurde er ferner regelmäßig für die Synchronisation von Mickey Rourke eingesetzt. Im Anschluss an "Stormbreaker" entschied sich Tennstedt jedoch dazu, zukünftigen Projekten des Schauspielers nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Als Grund führte er Rourkes verändertes Erscheinungsbild an, das seinem Empfinden nach nicht mehr zu seiner Stimme passte. Zu weiteren Schauspielern, denen Joachim Tennstedt wiederkehrend seine Stimme leiht, gehören unter anderem Jeff Bridges, Eric Roberts, Keith Carradine, Michael Dudikoff, William H. Macy und Christopher Lambert. Aufmerksamkeit erlangte seine Besetzung auf Tom Hanks in "Der Krieg des Charlie Wilson" (2007), die aufgrund einer Erkrankung des Stammsprechers Arne Elsholtz erfolgte.

Bedingt durch zahlreiche Engagements zeigte Joachim Tennstedt auch in der Serienlandschaft anhaltende Präsenz. So übernahm er unter anderem die Synchronisation von Hauptdarstellern wie Pat John als Jesse Jim in "Die Strandpiraten" (1976), Jameson Parker als A.J. Simon in "Simon & Simon" (1986–1990), Bruce Boxleitner als Lee Stetson in "Agentin mit Herz" (1986–1990) sowie als John J. Sheridan in "Babylon 5" (1995–2000) und Kyle Chandler als Gary Hobson in "Allein gegen die Zukunft" (1997–2001). Seit 2009 synchronisiert er Bryan Cranston als Walter Hartwell White in "Breaking Bad". In Zeichentrickproduktionen vertonte Tennstedt unter anderem Speedy Gonzales in "Die schnellste Maus von Mexico" (1979), Jolly Jumper in "Lucky Luke" (1985) und Gustav Gans in "DuckTales – Neues aus Entenhausen" (1989–1992).

Seit Beginn der 2000er Jahre gehört auch Synchronregie für Film und Fernsehen in Tennstedts Ressort. So zeichnet er für die Synchronfassungen von Kinoproduktionen wie "Good Will Hunting" (1997), "Das Leben ist schön" (1997), "Der stille Amerikaner" (2002), "Identität2 (2003) und die "Spider-Man"-Trilogie sowie die Fernsehserien "CSI: Las Vegas", "24" und "Lie to Me" verantwortlich. Für "About Schmidt" (2002) wurde Tennstedt in der Kategorie „Herausragende Synchronregie“ 2003 für den Deutschen Preis für Synchron nominiert.

Hörspiel

Neben seiner Tätigkeit im Synchronatelier wirkt Tennstedt als Sprecher in Hörspielproduktionen mit, unter anderem in der Rolle des Sherlock Holmes in der gleichnamigen Hörspielreihe der "Titania Medien", als Dr. Jekyll und Mr. Hyde in der gleichnamigen Folge der Hörspielreihe "Gruselkabinett" sowie in der Kinderhörspielreihe "Xanti" als Picus Stachel. In "Der Vampyr" von John Polidori übernahm Tennstedt die Rolle des Lord Byron, in "Hellboy" die Figur des Abe Sapien. In der Hörbuchfassung des von Roland Suso Richter produzierten Films "Der Tunnel" fungierte Tennstedt als Erzähler.

Filmografie als Schauspieler

  • 1963: Stadtpark
  • 1963: Die Chorjungen von St. Cäcilia
  • 1964: Hafenpolizei – Gefährliche Geschenke
  • 1965: Tommy Tulpe
  • 1965: Das Fahrrad
  • 1969: Der große Tag der Berta Laube
  • 1970: Kinderehen
  • 1971: Das Geld liegt auf der Bank
  • 1972: Einmal im Leben – Geschichte eines Eigenheims
  • 1972: Unsere heile Welt – Die Stunde der Wahrheit
  • 1973: Die Geschichte einer dicken Frau
  • 1974: Der kleine Doktor – Der verschwundene Admiral
  • 1975: PS (3 Folgen)
  • 1976: Direktion City
  • 1977: Tatort – Feuerzauber
  • 1978: Tatort – Sterne für den Orient
  • 1978: Robinson – 7 Tage auf der Erde
  • 1978: Der Pfingstausflug
  • 1980: Die Judenbuche
  • 1980: Meister Timpe
  • 1980: Warum die UFOs unseren Salat klauen
  • 1980: Teegebäck und Platzpatronen
  • 1980: Liebling, ich lass mich scheiden!
  • 1981: Auf Schusters Rappen
  • 1982: Einfach Lamprecht
  • 1984: Drei Damen vom Grill (3 Folgen)
  • 1985: Ein Heim für Tiere – Mohrle
  • 1986: Berliner Weiße mit Schuß – Stiefmütterchen
  • 1986: Ein Chinese sucht seinen Mörder
  • 1988: Ein Kuckuck im Nest
  • 1988: Ein Schweizer namens Nötzli
  • 1989: Lukas und Sohn
  • 1990: Der doppelte Nötzli

Nominierungen

  • 2003: Deutscher Preis für Synchron in der Kategorie „Herausragende Synchronregie“ für About Schmidt

Auszeichnungen

  • 2011: Die Silhouette in der Kategorie „Beste Synchronregie einer Serie“ für Lie to me

Privatleben

Joachim Tennstedt ist verheiratet und Vater zweier Söhne. Die Familie lebt in Berlin.

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Wikipediaartikel:
„Joachim Tennstedt“

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