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Regina Lemnitz

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Regina Lemnitz (*22. September 1946 in Berlin) ist eine deutsche Schauspielerin, Synchron- und Hörspielsprecherin. Seit Ende der 1960er Jahre tritt sie bundesweit vor allem als Theaterschauspielerin in klassischen Dramen sowie als Sängerin in Operetten und Musicals in Erscheinung. Bekannt ist Regina Lemnitz zudem als deutsche Feststimme von Whoopi Goldberg, Kathy Bates und Roseanne Barr.

In Glee spricht sie Carmen Tibideaux.

Leben und Wirken

Theater und Musical

Lemnitz absolvierte von 1966 bis 1967 eine Schauspiel-, Tanz- und Gesangsausbildung an der Max-Reinhardt-Schule für Schauspiel in Berlin. Ab 1968 folgten mehrjährige Engagements an kleinen und großen Theaterbühnen, darunter am Stadttheater Hildesheim, am Staatstheater Nürnberg, an den Münchner Kammerspielen sowie im Rahmen der Salzburger Festspiele in "Dantons Tod" unter der Regie von Rudolf Noelte. Zudem wurde sie sechsmal für die Bad Hersfelder Festspiele verpflichtet. Von 1978 bis 1990 war Regina Lemnitz Ensemblemitglied der Staatlichen Schauspielbühnen Berlin. Dort debütierte sie als Warja in Tschechows Komödie "Der Kirschgarten" und verkörperte unter anderem die Titelrolle in Russells Ein–Personen–Stück "Shirley Valentine", mit dem sie nach 1990 auch auf Tournee ging. 1990/91 führten sie Musical–Engagements an das Theater des Westens und das Theater an der Wien.

Seit 1968 übernahm Regina Lemnitz zahlreiche musikalische Hauptrollen, darunter in "My Fair Lady", "Der Mann von La Mancha", "Pariser Leben", "Im weißen Rößl", "Freudiana" oder "Die Dreigroschenoper". Von 2003 bis 2005 agierte sie am Berliner Renaissance-Theater in Robert Thomas´ Komödie "Acht Frauen", die im Jahr zuvor in Frankreich erfolgreich verfilmt worden war. Als Fräulein Schneider trat sie von 2005 bis 2008 im Broadway–Musical "Cabaret" auf, unter anderem im Theater St. Gallen, in der Bar jeder Vernunft und seit 2010 im TIPI am Kanzleramt, alternierend mit Maren Kroymann. Im Hamburger Operettenhaus stand Regina Lemnitz von 2009 bis 2010 als Maria Wartberg im Udo Jürgens-Musical "Ich war noch niemals in New York" auf der Bühne.

Film und Fernsehen

Parallel zu ihrer Tätigkeit am Theater wirkte Lemnitz seit 1965 in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen mit, unter anderem im Kabarettprogramm "Schimpf vor Zwölf" der Münchner Lach- und Schießgesellschaft (1974/75), in "Wort-wörtlich" neben Dieter Hildebrandt und Werner Schneyder (1975) und in Hildebrandts Live–Kabarettsendung "Scheibenwischer" (1981/83). In einer Verfilmung von Gerhart Hauptmanns Tragikomödie "Die Ratten" (1977) wurde sie für die Rolle der Pauline Piperkarcka besetzt. An der Seite von Barbara Sukowa war sie ferner in dem mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichneten Autorenfilm "Rosa Luxemburg" (1986) zu sehen. Nach Gastauftritten in "Liebling Kreuzberg" (1988) oder "Der Landarzt" (1989) verkörperte Lemnitz von 1993 bis 1995 Fanny Ginster in der ARD–Seifenoper "Marienhof". 1997 erhielt sie eine weitere Festrolle in neunzehn Folgen der ZDF–Arztserie "Frauenarzt Dr. Markus Merthin" neben Sascha Hehn. Seit 1995 hat sie als Tierärztin Dr. Charlotte Roesner–Lombardi in der Familienserie "Unser Charly" eine der Hauptrollen inne.

Sychronisation

Regina in der deutschen Synchronkartei

Im deutschsprachigen Raum ist Regina Lemnitz nicht zuletzt als Synchronstimme international erfolgreicher Schauspielerinnen bekannt. Bis auf einzelne Ausnahmen wird sie seit "Die Farbe Lila" (1985) regelmäßig für die Synchronisation von Whoopi Goldberg eingesetzt, seit "Misery" (1990) für Kathy Bates und seit "Die Teufelin" (1989) für Roseanne Barr, darunter in der neun Staffeln umfassenden Sitcom "Roseanne" (1988-1997). Weitere Serienhaupt- und Nebenrollen übernahm sie für die Figur Vivian Banks in "Der Prinz von Bel-Air" (1992–1998), Aloma Wright als Schwester Laverne Roberts / Schwester Shirley in "Scrubs – Die Anfänger" (2003–2010), Liz Torres als Miss Patty in "Gilmore Girls" (2004–2010) und Conchata Ferrell als Berta in "Two and a Half Men2 (seit 2005). Für ihre Synchronisation von Kathy Bates in "About Schmidt" wurde Lemnitz in der Kategorie „Herausragende weibliche Synchronarbeit“ für den Deutschen Preis für Synchron 2003 nominiert.

Hörproduktionen

Für den Radiosender Radio Berlin 88,8 des RBB liest Regina Lemnitz seit 1987 in der Hörfunksendung "Ohrenbär". Neben Gastrollen in diversen Hörspielserien übernahm sie 2008 die durchgehende Rolle Rachel Lyne in der Hörspieladaptation von "Anne auf Green Gables". Besondere Aufmerksamkeit erlangte das vom Mitteldeutschen Rundfunk produzierte Hörspiel "Kein Brief gestern, keiner heute" von Matthias Baxmann über den Briefwechsel zwischen Franz Kafka und Felice Bauer, das von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste 2003 als „Hörspiel des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Lemnitz´ Debüt als Hörbuchinterpretin bildete der Roman "Love" von Stephen King (2006). Gemeinsam mit Anna Thalbach vertonte sie im gleichen Jahr die von Sybil Gräfin Schönfeldt verfasste "Astrid Lindgren"–Monografie (2006). Zu einer Auswahl weiterer Lesungen gehören "Das Labyrinth" von David Baldacci (2008), "Und hinter dir die Finsternis" von Mary Higgins Clark (2008) sowie "Als Oma seltsam wurde" von Ulf Nilsson (2011).

Regina Lemnitz lebt in Berlin.

Filmografie (Auswahl)

  • 1965: Die Macht der Finsternis
  • 1971: Die Dollarprinzessin
  • 1974: Schimpf vor Zwölf
  • 1975: Schimpf vor Zwölf
  • 1975: Wort-wörtlich
  • 1975: Der Kommissar (Serie) – Der Mord an Dr. Winter
  • 1977: Die Ratten
  • 1977: Der Privatsekretär
  • 1980: Schicht in Weiß (Serie)
  • 1981: Dantons Tod
  • 1981: Und plötzlich bist du draußen
  • 1981: Scheibenwischer
  • 1983: Scheibenwischer
  • 1984: Feuer für den großen Drachen
  • 1984: Heute und damals
  • 1984: Die Mitläufer
  • 1984: Eine Klasse für sich (Serie)
  • 1986: Rosa Luxemburg
  • 1988: Justitias kleine Fische
  • 1988: Liebling Kreuzberg (Serie) – Zwei Mal Entlassung
  • 1989: Der Landarzt (Serie) – Familienleben
  • 1990: Liebling Kreuzberg (Serie) – Die Freundin der Tochter des Vaters
  • 1993–1995: Marienhof (Serie)
  • 1995–2012: Unser Charly (Serie)
  • 1993: Das Double
  • 1994: Liebling Kreuzberg (Serie) – Ein bisschen Gewalt
  • 1995: Mutter mit 18
  • 1997: Rosenkavalier – Der Tod ist die letzte Konsequenz
  • 1997: Frauenarzt Dr. Markus Merthin (Serie)
  • 1998: Am liebsten Marlene (Serie)
  • 1998: Die Straßen von Berlin (Serie) – Terrot
  • 2002: Dr. Sommerfeld – Neues vom Bülowbogen (Serie) – Aufbruch

Nominierungen

  • 2003: Deutscher Preis für Synchron in der Kategorie „Herausragende weibliche Synchronarbeit“ als Stimme von Kathy Bates in About Schmidt.
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Wikipediaartikel:
„Regina Lemnitz“

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